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Ausstellung „Das Fotoprojekt des portugiesischen Gefängnisses“

April 19 - September 1

€3.00

Wer hat schon einmal ein Gefängnis von innen gesehen? „The Portuguese prison photo project“ nahm die Herausforderung an, Portugals Gefängnisse bekannt zu machen. Das Ergebnis dieses fotografischen Projekts wird im Museum von Portimão im Rahmen einer Ausstellung präsentiert, die in das Programm der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des 25. April integriert ist. Zeitgenössische Bilder portugiesischer Gefängnisse von zwei Fotografen, dem Portugiesen Luís Barbosa und dem Schweizer Peter Schulthess, sowie historische Bilder mit besonderem Fokus auf politische Haft vor 1974. Die Fotoausstellung wird am 19. April 2024 eröffnet und läuft bis zum 1. September.

Es ist die vierte Ausstellung des portugiesischen Gefängnis-Fotoprojekts. Die erste wurde 2017 im Gebäude des ehemaligen Gefängnisses in Porto präsentiert, in dem heute das portugiesische Zentrum für Fotografie (CPF) untergebracht ist. Die zweite fand 2019 im Aljube Museum für Widerstand und Freiheit statt und die dritte 2021/2022 im Nationalarchiv Torre do Tombo.

Das von Daniel Fink, einem Schweizer Gefängnisforscher, ins Leben gerufene Fotoprojekt brachte die beiden Fotografen, die Gefängnishistorikerin Prof. Dr. Maria José Moutinho Santos, den ehemaligen Direktor des Aljube-Museums für Widerstand und Freiheit, Professor Luís Farinha, und Gefängnisforscher von Universitäten in Portugal und der Schweiz zu einer einzigartigen Kooperation zusammen. Die Generaldirektion für Wiedereingliederung und Strafvollzug (DGRSP) hat Fotografen erlaubt, in ihren Gefängnissen zu fotografieren.

Die Ausstellung der beiden Fotografen bietet einen transversalen Blick auf Portugals Gefängnisse, von den größten bis zu den kleinsten, von den ältesten bis zu den jüngsten, Gefängnisse für Männer, junge Straftäter oder Frauen. Die Bilder geben uns einen Einblick in die Lebensbedingungen in Portugals Justizvollzugsanstalten. Luís Barbosa versucht, die Sichtweise der Insassen in Schwarz-Weiß-Fotografien darzustellen, indem er die Umgebung und die Atmosphäre in den Vordergrund stellt. Peter Schulthess seinerseits dokumentiert Gefängnisse eher aus institutioneller Sicht, indem er mit hochauflösenden und farbigen Bildern kleinste Details sichtbar macht. Für die ersten Fotografien, die 2017 für das Projekt entstanden sind, erhielt Luís Barbosa 2018 den Preis für das beste fotografische Werk der portugiesischen Autorengesellschaft (SPA).

Die Eröffnung findet am 19. April um 19.00 Uhr statt und wird von einer kostenlosen Konferenz über die Lebensbedingungen in Gefängnissen vor 1974 sowie Informationen über Form und Inhalt der aktuellen Ausstellung begleitet. Die zehn Referentinnen und Referenten werden am 20. April 2024 fortfahren, um über das derzeitige Strafvollzugssystem zu diskutieren.

Mehr Infos hier

Details

Beginn:
April 19
Ende:
September 1
Eintritt:
€3.00

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